Der DSB teilt mit (001)

Ideensammlung zum Schutz von Daten vor Verlust oder anderem Ungemach – Teil 001

Vorbemerkung des Datenschutzbeauftragten (DSB) von Frau S. as Germanys next Kanzlerin: “Bis gestern war ich schizophren, seit heute morgen 5.34 Uhr sind wir zu fünft.”

Im heutigen Informationszeitalter ist klar: Daten müssen sicher aufbewahrt werden. In unserem Land ist das BundesKopieAufbewahrungsamt für alle möglichen und unmöglichen Aspekte der Sicherheit zuständig – zumindest im Ressort “Innere Sicherheit”.
 

Das BundesKopieAufbewahrungsamt kann ja auch alleine beurteilen, welche Seiten Kinderpornographie (abfälliges Kurzwort dafür: KiPo) enthalten und diese Seiten bzw. der Einfachheit halber deren IP-Nummern mit einem Stopschild versehen.

Und weil kein normaler Büger etwas mit KiPo zu tun haben will und ein normaler Bürger eben nicht zufällig (sondern nur mit großer krimineller Energie und stundenlangem Suchen) auf solche Seiten geraten kann, werden die Listen, auf denen Server mit KiPo gesammelt werden, auch nicht veröffentlicht oder gar von irgendwem überprüft.

Außer eben vom BundesKopieAufbewahrungsamt.
 

Zurück zum Thema: Wir sprechen hier ja von elektronischen, digitalen Daten. Bei diesen, bei den Reinen Daten ohne ihr zugehöriges Trägermedium nämlich, gibt es systembedingt keinen feststellbaren Unterschied zwischen Original und Kopie.

Somit ist es für das sichere Fortbestehen und die sichere Aufbewahrung der Reinen Daten unerheblich, auf welchem Medium sie gespeichert werden und ob die gespeicherten Reinen Daten nun eben das Original oder eine Kopie sind.

Eine wichtige Forderung das Datenschutzes muß also sein, daß ab sofort von jedem elektronischen, digitalen Datum (jaaaa! Das ist die Einzahl von Daten!) – also auch von der geringsten Menge der Reinen Daten eine Sicherheitskopie an das BundesKopieAufbewahrungsamt übertragen wird. Zur sicheren Aufbewahrung der Reinen Daten. Zu nichts sonst.

Und weil das BundesKopieAufbewahrungsamt vielleicht nicht die notwendige Infrastruktur hat (außer Maut-Brücken, die sie mitbenutzen dürfen usw. usf.), setzen wir dabei einen Helfer ein, der die benötigte Infrastruktur schon hat: Guurgle/Gockle. Die sammeln sowieso alle Daten einschließlich Fotos von unseren Straßen, Autos, Häusern, Spaziergangsbegleitern und so weiter.

Das klingt jetzt alles ein wenig nach “1984” von George Orwell, ist aber wirklich genau so. Denn dank Mautbrücken, elektronischer Tickets und biometrischer Ausweise wissen die sowieso bald alles über uns.

Jedenfalls sind die Reinen Daten dann sicher. Und was ist mit uns?

Anmerkung eines Nerds aus dem Mitarbeiterstab des DSB: „Das möcht ich erleben, daß jeder, der eine E-Mail verschickt, immer auch ein BCC ans BundesKopieAufbewahrungsamt macht … Wie lange halten das deren Server aus?”

Anmerkung des DSB von Frau S. as Germanys next Kanzlerin zur Anmerkung des Nerds: „Mitarbeiterstab – jetzt übertreibt er aber. Er ist nur einer von uns fünfen hier drin!“


Dieser Blog wurde zuerst am 23. Juni 2009 im damaligen sozialen Netzwerk Myspace veröffentlicht. Er gehört noch immer zu einem interaktiven Kunstwerk, genannt “Germanys next Bundeskabinett”, zu welchem auch dieser Blog des DSB & PimPH gehört. Die zum Ursprungspost vorhandenen Kommentare habe ich aus urheberrechtlichen Gründen nicht hierher transferiert.
Der Emil

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter DSB-Chronik, GnBK

Eine Antwort zu “Der DSB teilt mit (001)

  1. Was für ein herrlicher Blog!!!

    Schön, ihn wiederzulesen. Ein Hoch auf Frau S. Vivat! Vivat! Vivat!

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